Diana Caspers

Für Wasserqualität, gegen Wasserknappheit

Am 22. März ist Weltwassertag – eine gute Gelegenheit, unser Engagement für einen nachhaltigen Umgang mit dieser wertvollen Ressource in den Mittelpunkt zu rücken.

Die Vereinten Nationen haben 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) festgelegt, um globale Herausforderungen anzugehen. Als Sustainability Excellence Manager gehöre ich zum Bayer-Team, das unseren Unternehmensbeitrag zur weltweiten Erfüllung der SDGs unterstützt. Anlässlich des Weltwassertages möchte ich mich auf SDG Nr. 6 – Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten – und insbesondere auf folgende Teilziele konzentrieren:

  • Bis 2030 die Wasserqualität durch Verringerung der Verschmutzung, Beendigung des Einbringens und Minimierung der Freisetzung gefährlicher Chemikalien und Stoffe, Halbierung des Anteils unbehandelten Abwassers und eine beträchtliche Steigerung der Wiederaufbereitung und gefahrlosen Wiederverwendung weltweit verbessern
  • Bis 2030 die Effizienz der Wassernutzung in allen Sektoren wesentlich steigern und eine nachhaltige Entnahme und Bereitstellung von Süßwasser gewährleisten, um der Wasserknappheit zu begegnen und die Zahl der unter Wasserknappheit leidenden Menschen erheblich zu verringern
  • Bis 2020 wasserverbundene Ökosysteme schützen und wiederherstellen, darunter Berge, Wälder, Feuchtgebiete, Flüsse, Grundwasserleiter und Seen
  • Bis 2030 die internationale Zusammenarbeit und die Unterstützung der Entwicklungsländer beim Kapazitätsaufbau für Aktivitäten und Programme im Bereich der Wasser- und Sanitärversorgung ausbauen, einschließlich der Wassersammlung und -speicherung, Entsalzung, effizienten Wassernutzung, Abwasserbehandlung, Wiederaufbereitungs- und Wiederverwendungstechnologien

Wenn das Ziel der nachhaltige Umgang mit Wasser sein soll, dann müssen wir uns zunächst dem Problem der Wasserqualität und -knappheit stellen. Auf diese beiden Faktoren Einfluss zu nehmen, mag schwierig erscheinen. Wo fangen wir an? Welche Bereiche kann Bayer in Anbetracht seiner Kernkompetenzen am besten unterstützen?

Beim Besuch auf einer unserer ForwardFarms lief ich über einen Kartoffelacker, auf dem vorherige schwere Regenfälle zu sehr starker Abschwemmung geführt hätten, wenn der Landwirt nicht kleine Dämme auf den Kartoffeläckern angelegt hätte. Solch übermäßige Niederschläge und Bodenerosion können dazu führen, dass Pflanzenschutzmittel von den Zielanwendungsbereichen abdriften. Dies kann sich wiederum auf die Qualität des Oberflächenwassers auswirken. In Zusammenarbeit mit externen Partnern entwickelt Bayer ein webbasiertes Geo-Informationssystem, das visualisiert, wo Abschwemmung und Erosion auftreten könnten. Zusätzlich zu diesen hochauflösenden Karten erhält der Landwirt Vorschläge für standortspezifische Verbesserungen.

Diana Caspers
Diana Caspers
Diana Caspers,
Sustainability Excellence Manager, Bayer Division Crop Science

Bayer fördert den Gewässerschutz und -erhalt durch Programme, die Landwirten bei der Optimierung ihres Wasserverbrauchs und bei Maßnahmen für den schonenden Umgang mit Wasserressourcen helfen, welche auf den Schutz von Oberflächen- und Grundwasser vor abgeschwemmten Pflanzenschutzmitteln abzielen. Dafür hat Bayer das biologische Reinigungssystem Phytobac™ entwickelt. Dieses System erlaubt es den Landwirten, das Waschwasser vom Befüllen oder Reinigen der Pflanzenschutz-Geräte in einen speziellen Tank zu leiten, in dem Mikroorganismen sämtliche Rückstände von Pflanzenschutzmittel abbauen. Das Wasser verdunstet und somit verringert sich das Risiko, dass Wirkstoffe ins Oberflächen- und Grundwasser gelangen. Das System wird mittlerweile in zahlreichen EU-Ländern getestet und von Herstellern kommerziell angeboten. In Europa sind derzeit ca. 4.100 der Reinigungssysteme im Einsatz.

Zum Thema der Wasserknappheit hat Bayer in Zusammenarbeit mit Netafim, einem Vorreiter in Sachen Bewässerung, die DripByDrip-Technik zur punktgenauen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln über Tröpfchenbewässerung eingeführt. Diese Methode nutzt Sensoren und Technologie für die präzise Wasserversorgung und gezielte Pflanzenschutzmaßnahmen je nach konkreten geografischen Bedürfnissen, Schädlings- und Krankheitsdruck sowie Lebenszyklus der Pflanze. Zudem bedeutet diese wassersparende Lösung für den Landwirt auch wirtschaftliche Einsparungen.

Auf die Landwirtschaft entfallen 70 % der gesamten Wassernutzung. Mit unseren Kernkompetenzen können wir uns auf unseren Beitrag zur Verbesserung der Wasserqualität und auf das Problem der Wasserknappheit konzentrieren.

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