Sarah Hovinga

Alles Banane!

Bananen sind mit Abstand die coolsten Kulturpflanzen. Angefangen von ihrer Biologie über ihren Anbau bis hin zu ihrem Versand von tropischen Regionen aus in die ganze Welt – sodass sie schließlich in den Müslischalen von Kindern in kälteren Regionen landen.

Ich freue mich darüber, in der Landwirtschaft arbeiten zu können. Zwar bin ich nicht auf einem Hof aufgewachsen, aber durch meine Arbeit habe ich viel mit Landwirten zu tun. Die Vielschichtigkeit, Wissenschaft und Liebe, die in den Anbau von Nahrungsmitteln einfließen, beeindrucken mich immer wieder aufs Neue.

Wer ich bin? Mein Name ist Sarah und ich arbeite als Mikrobiologin bei Bayer Crop Science. Ich stamme aus Kalifornien, dort, wo die wunderschönen Mammutbäume der Santa Cruz Mountains wachsen. An der Universität von Kalifornien in Davis habe ich zwei Bachelor-Studiengänge absolviert: Allgemeine Biologie mit dem Nebenfach Pflanzenbiologie und Spanisch. Anschließend habe ich meinen Master-Abschluss in Biochemie an der California State University in Sacramento absolviert. Beruflich war ich bereits auf verschiedenen Gebieten wie der Pflanzenpathologie, Mikrobiologie und chemische Forschung sowie Feldentwicklung und zuletzt auch Forschung zur Produktunterstützung tätig. Die gemeinsame Zeit mit der Familie und meinen Freunden, ist mir allerdings auch sehr wichtig. Ich bin gerne in der Natur unterwegs und habe eine Leidenschaft für Landwirtschaft. Zurzeit wohne ich mit meinem Mann, zwei Hunden und einer Katze in Sacramento.

Aber ging es nicht eigentlich um Bananen? Kommen wir darauf zurück. Bananen faszinieren mich seit dem Tag, an dem ich zum ersten Mal eine Plantage im philippinischen Davao besichtigte. Seitdem habe ich mir auch den Bananenanbau in Australien, Ecuador, Jordanien und Costa Rica angeschaut. Die Pflanzen wachsen das ganze Jahr über, bilden aus ihren gewaltigen Blättern einen sogenannten Scheinstamm und bringen nach 7 bis 9 Monaten ein großes Büschel an Früchten hervor, die dann geerntet und für den Export verpackt werden. Die Mutterpflanze, die die Früchte gebildet hat, stirbt auf natürliche Art ab und macht einem jungen Trieb Platz, und dann fängt alles von vorne an.

Sarah Hovinga
Sarah Hovinga
Sarah Hovinga,
Leitende Wissenschaftlerin, Biologics Projekt- und Produktunterstützung, Krankheitsmanagement, Bayer Division Crop Science

Kommerzielle Bananenplantagen weisen im Gegensatz zum kalifornischen Sacramento eine hohe Luftfeuchtigkeit auf. Diese Anbaugebiete sind regnerisch, es wimmelt nur so von Insekten, aber auch von Pflanzenkrankheiten. Die Hitze der Sonne beutelt den Körper und die Feuchtigkeit treibt das Wasser aus einem aus, als würde ein Schwamm ausgedrückt. Aufgrund dieser widrigen Bedingungen wird deutlich, wie viel Pflege und Aufwand für eine Bananenpflanze betrieben werden muss.

In der Regel ist Pflanzenforschung und -zucht der Bereich der Landwirtschaft, dem die meisten Menschen entweder keine Beachtung schenken oder über den sie falsche Vorstellungen haben und sich Sorgen machen. Ich weiß jedoch, dass sich meine Arbeit positiv auf diese Branche auswirkt, auch wenn ich nur einen kleinen Teil dazu beitragen kann, motiviert es mich doch, immer mein Bestes zu geben und daran mitzuwirken, eine wachsende Weltbevölkerung zu ernähren.

Ich möchte Ihnen erzählen, warum ich so gerne in der Landwirtschaft arbeite, inwieweit Pflanzenschutz und -zucht in vielen Aspekten der Humanmedizin ähneln, wieso wir mehr nachhaltige Landwirtschaft anstelle von Ökolandbau brauchen, wie der Standpunkt eines Wissenschaftlers im Hinblick auf gentechnisch veränderte Lebensmittel (GMO) aussieht und wie Sie selbst zum Ernährungsexperten werden können. Mir liegt meine Arbeit sehr am Herzen und deshalb möchte ich Ihnen vor allem einen persönlichen Einblick gewähren, damit Sie aus erster Hand mehr über die Vorteile moderner Landwirtschaft erfahren können. Ich hoffe, dass diese Blogreihe Sie glaubwürdig informiert – aus der Sicht einer Forscherin und darüber, warum ich all dies tue. Schauen Sie wieder rein – bis nächsten Monat!

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