Tobias Menne

Bessere Entscheidungen, bessere Ernte

Die richtige Menge Pflanzenschutzmittel für ein Feld zu bestimmen, ist schwierig. Dasselbe gilt für die richtige Anwendungszeit. Wir bei Bayer arbeiten an feldspezifischen Lösungen, um Landwirte überall auf der Welt zu unterstützen.

Jeder kennt das KISS-Prinzip: „Keep it simple, stupid” – halte es so einfach wie möglich. Dieses ursprünglich als (leicht beleidigende) Gestaltungsphilosophie erdachte Akronym bedeutet, dass die meisten Systeme besser funktionieren, wenn sie einfach gehalten werden. Und ich denke, dieses Prinzip ist auch auf andere Bereiche anwendbar: So sollen unsere digitalen Landwirtschaftsassistenten vor allem die Landwirtschaft für den Anwender vereinfachen.

Wie Sie zweifelsohne wissen, kann im Laufe einer Anbausaison eine Menge passieren. Technologien, die Sicherheit schaffen – oder zumindest Risiken weiter minimieren sollen –, gibt es bereits: Precision Farming und Digital Farming. Steht die erstgenannte Technologie für die Datenerhebung mittels verbundener Hardware wie mit GPS ausgestattete Traktoren oder Sensoren, beschreibt letztgenannte die agronomische Analyse dieser Informationen. In Kombination ermöglichen sie Landwirten das Treffen feldspezifischer Entscheidungen in ihrer täglichen Praxis.

Bei Bayer arbeiten wir gemeinsam mit Partnern daran, diese technologischen Möglichkeiten weiter zu erschließen und zu etablieren. Wir möchten praktische Entscheidungshelfer bereitstellen. Und diese Assistenten basieren auf vielen verschiedenen Datenquellen, sodass das Risikomanagement in einem Betrieb viel einfacher und bequemer vonstattengehen kann und die Produktivität des Landwirts nachhaltig gesteigert wird. Wir erheben Daten unter anderem von sensorgestützten Landmaschinen, Wetterstationen, Bodensensoren und sogar Satelliten, um die Gesundheit von Kulturpflanzen während der Anbausaison zu überwachen und mögliche Gefahren für die Erträge aufzudecken. Ergänzt durch Felddaten wie etwa Bodenstruktur und Topografie, können wir sehr detailreiche Feldkarten erstellen.

Belastungen im Feld früh erkennen

Und wir hören nicht bei der bloßen Erhebung sehr genauer Daten während der Saison auf. Indem wir diese Daten mit Angaben aus vorangegangenen Anbauzeiten verbinden, ermöglichen wir Landwirten die Vorhersage von Erträgen, den gezielten Umgang mit Ressourcen und ein schnelles Reagieren auf schädliche Veränderungen, um Verluste zu vermeiden. Zudem können Muster erkannt werden, die auf bestimmte Krankheiten hinweisen. So sind Landwirte in der Lage, die entsprechenden Krankheitsrisiken vorherzusehen oder sehr früh zu lokalisieren. Wie Sie wahrscheinlich schon vermutet haben, bietet Bayer auch eine digitale Landwirtschaftslösung mit diesen Fähigkeiten an. Sie ermöglicht es Landwirten, die bestmögliche Gesundheit ihrer Pflanzen zu erzielen und basiert auf einer Technologie namens „Precision Spraying“.

Tobias Menne
Tobias Menne
Tobias Menne,
Globaler Leiter Digital Farming, Bayer Division Crop Science
Präzise Sprühanwendungen machen eine gezielte Pflanzenbehandlung je nach Feldzone möglich.
Präzise Sprühanwendungen machen eine gezielte Pflanzenbehandlung je nach Feldzone möglich.
Präzise Sprühanwendungen machen eine gezielte Pflanzenbehandlung je nach Feldzone möglich.

Für einen Landwirt ist es praktisch unmöglich, jeden Teil seiner Felder kontinuierlich im Blick zu haben. Mit Lösungen wie unserer entgeht dem Anwender einfach nichts. So erhält jede Feldzone genau die Behandlung, die sie benötigt und wann sie sie benötigt. Hierzu führen wir Daten von einzelnen Feldern zusammen und verknüpfen sie mit unserem weitreichenden Know-how in Agrarwissenschaft und Pflanzenschutz.

Die Kombination aus Wissen über die Behandlung fast jeder Pflanze mit Pilzbefall, einer Benachrichtigungs-App, die perfektes Timing garantiert, und einer automatischen Fungizidplanung für jedes Feld ergibt eine Komplettlösung für eine optimierte Pflanzenbehandlung.

Eine weitere sinnvolle Ergänzung dieser Instrumente ist eine App, die Landwirten eine schnelle und bequeme Überwachungsmöglichkeit bietet, inklusive einer umfassenden Dokumentation der Ergebnisse. Die Anwendung erkennt und identifiziert Belastungen im Feld anhand von Smartphone-Bildern. Ob es sich um Unkraut, Insekten, Krankheiten oder Blattschäden handelt, die gesammelten Erkenntnisse können mit Landwirten in der Nähe geteilt werden. Dank dieser „Ökonomie des Teilens“ kann jeder innerhalb des Netzwerks schneller auf die Verbreitung von Schädlingen und Krankheiten reagieren.

Weitere Informationen zur Digitalisierung und den Anwendungsmöglichkeiten für die Landwirtschaft erhalten Sie hier.

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