Adrian Percy

Alles dreht sich
um die Cs

Adrian Percy
Adrian Percy
Als Leiter des Bereichs Forschung und Entwicklung der Bayer-Division Crop Science bin ich der Ansicht, dass wir Innovationen in Zukunft anders angehen müssen als bisher, um kritische globale Herausforderungen zu meistern – wie die Ernährung einer Weltbevölkerung von 9 Milliarden Menschen im Jahr 2050 oder die Entwicklung neuer Technologien zum Pflanzenschutz vor dem Hintergrund sich ändernder Klimabedingungen.

Ich bin stolz darauf, für weltweit 4.800 Wissenschaftler und qualifizierte Mitarbeiter verantwortlich zu sein. Gleichzeitig ist mir aber auch klar, dass mehr dazu gehört als neue Lösungen und Technologien von Bayer Crop Science, damit Erzeuger sichere und qualitativ hochwertige Nahrungs- und Futtermittel sowie Fasern produzieren können. Und damit kommen wir zu den Cs, um die sich letztendlich alles dreht: Collaboration, Cooperation und Connection. Kein Unternehmen kann diese Herausforderungen im Alleingang meistern oder alleine das öffentliche Bewusstsein für bestimmte Themen schärfen. Schauen wir uns die drei Cs einmal genauer an:

1. Collaboration – Partnerschaften:

Bayer ist stolz auf die Zusammenarbeit mit der australischen Grains Research & Development Corporation (GRDC) im Rahmen der HIP-Partnerschaft (Herbicide Innovation Partnership), eines innovativen Kooperationsmodells zur gemeinsamen Entwicklung von Lösungen zur Unkrautbekämpfung der nächsten Generation. Dank dieser auf fünf Jahre angelegten Kooperation, die mit 45 Millionen AUD gefördert wird, wurden etwa 39 Wissenschaftler am Bayer-Standort Frankfurt eingestellt. Neben der Begrüßung der neuen Forscher in Frankfurt weihten Bayer und die GRDC auch die neuen Forschungslabors ein. Elf dieser Neuankömmlinge sind Forscher aus Australien und Neuseeland, die als Postdocs an neuen Lösungen gegen herbizidresistente Unkräuter in Australien und anderen Ländern arbeiten. Diese Forschung ist äußerst wichtig, da Unkrautresistenzen in den letzten 15 Jahren um 60 Prozent zugenommen haben. Ein Viertel der fatalsten und am weitesten verbreiteten Unkräuter sind bereits herbizidresistent. Hinzu kommt, dass in den vergangenen 20 Jahren kein nennenswerter Herbizidwirkstoff mit neuem Wirkmechanismus entwickelt wurde.

Adrian Percy
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Adrian Percy
ist Leiter des Bereichs Forschung und Entwicklung der Bayer-Division Crop Science.
Adrian Percy und Darran Loits, promovierter Forscher aus Australien, im neuen Labor des Herbizid-Forschungszentrums in Frankfurt.

Mit einem talentierten neuen Wissenschaftler, Darran, führte ich ein interessantes Gespräch darüber, was diese Partnerschaft für ihn bedeutet: Obwohl er vor seinem Einstieg bei Bayer über wenig Erfahrung im Bereich Landwirtschaft verfügte, weiß er, wie wichtig die Partnerschaft für australische Landwirte ist. Diese finanzieren die Partnerschaft und investieren so in die Forschung hier in Deutschland, weil sie auf neue Lösungen zur Bekämpfung von Unkräutern angewiesen sind und ihr ganzes Vertrauen in unsere Kompetenz setzen.

2. Cooperation – Zusammenarbeit:

Frankfurt war noch nicht die Endstation meiner Reise. Anschließend ging es für mich nach Belgien, wo wir im Rahmen des Stiftungslehrstuhls „Bayer ForwardFarming“ – einer Initiative mit der Universität Gent – daran arbeiten, nachhaltige Entwicklung in der Landwirtschaft voranzutreiben. Dieser besondere Lehrstuhl soll zum Austausch von wissenschaftlichen Erkenntnissen und Know-how aus der Praxis dienen und dazu beitragen, die belgische Landwirtschaft für die Herausforderungen der Zukunft zu rüsten. Lehrstuhlinhaber Prof. Marc Van Meirvenne, Dekan der Fakultät für Biotechnik an der Universität Gent, leitet ein Forschungsteam, das auf der Forward Farm in Huldenberg eine Reihe von „Smart Farming“-Methoden mit aktuellen landwirtschaftlichen Praktiken vergleicht. Wir versprechen uns von dieser Zusammenarbeit mit Prof. Van Meirvenne und Jan und Josse Peeters anhand der Ergebnisse aus Bodenmessungen, Versuchen mit gezielter Düngung sowie Pflanzen- und Ertragsüberwachung neue wissenschaftliche Erkenntnisse, durch die wir die moderne Agrarwirtschaft weiter verbessern können.

Adrian Percy betont auf der Veranstaltung zur Einweihung des „Bayer ForwardFarming“-Lehrstuhls in Belgien die Bedeutung von F&E und Innovation zur Bewältigung zukünftiger Herausforderungen in der Landwirtschaft.

3. Connections – Netzwerke:

Damit kommen wir zum dritten C: Connections beziehungsweise Netzwerke. Kürzlich startete die Bayer-Initiative „Grants4Targets“. Im Rahmen dieses Programms wird nach innovativen Ansätzen im Bereich der Unkraut- sowie Krankheits- und Schädlingsbekämpfung bei Kulturpflanzen gesucht. Durch das Programm sollen Forscher aus Universitäten, anderen wissenschaftlichen Einrichtungen und von Start-up-Unternehmen sowie weitere Experten der Kulturpflanzenforschung zusammengebracht werden. Ziel ist es, neue Lösungen zur Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität zu entwickeln. Antworten findet man oft dann, wenn mehrere Personen ihre Kompetenzen und Ideen einbringen. Alles Nähere zum Programm finden Sie unter: Grants4Targets.Bayer.com/CropScience.

Liam Condon und Richard Clark, Vorsitzender der GRDC, weihen die neuen Labors des Herbizid-Forschungszentrums in Frankfurt ein.

Mich würde sehr interessieren, wie Sie sich landwirtschaftliche Innovationen in der Zukunft vorstellen – teilen Sie mir Ihre Gedanken gerne über @AdrianPercy2 mit.

Verfasst von Adrian Percy, Leiter Forschung und Entwicklung der Bayer-Division Crop Science

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Integriertes Vegetations-Management - Natur und Technologie: Eine schöne Partnerschaft