Richard Clark

Starke Partnerschaften
sind entscheidend

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Richard Clark, Vorsitzender der Grains and Research Development Corporation (GRDC), und Liam Condon, Leiter der Division Crop Science von Bayer, diskutieren, wie Partnerschaften durch die Verbindung von Fachwissen, Erfindungsgeist und Vertrauen landwirtschaftliche Herausforderungen bewältigen können.

Liam Condon Die Welt der Landwirtschaft ist anspruchsvoller geworden als je zuvor. Landwirte arbeiten unter zunehmend schwierigen Wetterbedingungen wie Dürre oder Überschwemmung, die ihre Ertragsmöglichkeiten schmälern. Gleichzeitig konkurrieren Nutzpflanzen mit 30.000 Unkrautarten um Ressourcen, was zu weltweiten Ernteverlusten führt. Zunehmend gefährden Unkraut-Resistenzen gegen die wichtigsten Pflanzenschutzmittel den Anbau von Kulturpflanzen weltweit. Neue Lösungen zur Unkrautbekämpfung stehen im Mittelpunkt unserer Forschung. Die Probleme, mit denen wir es hier zu tun haben, sind so groß, dass sie kein Unternehmen, keine Universität und auch kein Land allein bewältigen kann. Die weltweite Agrargemeinschaft muss jedoch mit den neuesten Entwicklungen Schritt halten, um Lösungen für diese grundlegenden Probleme zu finden. Dazu brauchen wir ein Netz aus Partnern, die sich gegenseitig fachlich ergänzen. Die Herbicide Innovation Partnership (HIP) mit der GRDC und australischen Universitäten ist ein hervorragendes Beispiel dafür, und wir glauben, dass es der Landwirtschaft einen echten Nutzen bringen wird.

Richard Clark Bayer und die GRDC sind in der Tat ein starkes Team. Während unserer fünfjährigen Partnerschaft werden wir gemeinsam auf unsere wissenschaftliche Expertise aufbauen. Wir freuen uns, bei diesem Meilenstein dabei sein zu können. Im Bayer Forschungszentrum in Frankfurt haben wir eine Kontinente übergreifende Forschungsatmosphäre geschaffen, um Lösungen zur Unkrautbekämpfung der nächsten Generation zu entwickeln. Dazu werden 39 Wissenschaftler und elf Postdoktoranden aus Australien und Neuseeland ihre Stärken einbringen und Hand in Hand mit Forschern von Bayer zusammenarbeiten. Landwirte berichten uns immer wieder, dass resistente Unkräuter ihr größtes Problem seien. Indem sie diese enorme Herausforderung in regionalen Gremien und Fachgruppen thematisierten, haben Landwirte den Forschungsschwerpunkt der GRDC und des Innovationsunternehmens Bayer direkt mitbeeinflusst. Wir wissen den Beitrag unserer Landwirte und auch der Industrie in dieser Kooperation sehr zu schätzen und sind überzeugt, dass durch diese Partnerschaft viele Landwirte eine Vorreiterrolle bei der Bekämpfung von Unkrautresistenzen übernehmen können.

Liam Condon Und es gibt noch zusätzliches Potential. Wir sind überzeugt, dass Kooperationsmodelle wie die Partnerschaft zwischen der GRDC und Bayer eine entscheidende Rolle im Kampf gegen herbizidresistente Unkräuter spielen werden. Angesichts der Herausforderungen, die wir bei der Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität und Nachhaltigkeit zu bewältigen haben, ist es umso wichtiger, dass wir eng zusammenarbeiten, um Forschungsaktivitäten zu beschleunigen. Wenn es uns gelingt, neue Lösungen gegen Herbizidresistenzen zu finden, werden nicht nur Bayer und die GRDC von diesem Informationsaustausch profitieren. Es können sich sogar weltweite Vorteile ergeben, wenn aus unserer Partnerschaft neue resistenzbrechende Technologien hervorgehen.

Richard Clark

Wir sind überzeugt, dass durch diese Partnerschaft viele Erzeuger eine Vorreiterrolle bei der Bekämpfung von Unkrautresistenzen übernehmen werden.

Richard Clark, Vorsitzender der Grains and Research Development Corporation
Feierliche Eröffnung: Liam Condon, Mitglied des Vorstands der Bayer AG, und Richard Clark, Vorsitzender der GRDC (r.), durchschneiden das rote Band im Bayer-Labor in Frankfurt am Main.

Richard Clark Ja, auf diese Weise bieten wir Landwirten eine wesentliche Unterstützung dabei, so viele Nutzpflanzen wie möglich anzubauen. Außerdem wird das die gesamte Versorgungskette positiv beeinflussen – Erzeuger, Exporteure und Importeure, Verarbeiter und Einzelhandel – bis hin zum Verbraucher. Diese Zusammenarbeit bekräftigt das Engagement der GRDC für die Rentabilität der Landwirtschaft. Das ist das wichtigste Ziel, denn ein gesunder, gewinnbringender Getreideanbau ist nicht nur im Interesse der Landwirte, sondern im Interesse der gesamten Gesellschaft. Es kommt der ganzen Weltbevölkerung zu Gute, wenn so viele Menschen wie möglich Zugang zu hochwertiger Nahrung haben.

Liam Condon Genau. Insofern braucht es zukunftsorientiertes, auf Zusammenarbeit gerichtetes Denken. Starke Partnerschaften sind der Schlüssel zum Erfolg, und die globale Agrargemeinschaft wird ein weltweites Angebot schaffen müssen, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Glücklicherweise hat die jüngere Generation bereits begonnen, dieses Prinzip anzuwenden. Zusätzlich werden wir unser gemeinsames Wissen hegen und den Austausch durch das Postdoktoranden- Programm fördern, das ebenfalls Teil der Herbicide Innovation Partnership ist. Das Programm ermöglicht es Postdoktoranden, ihre wissenschaftlichen Fähigkeiten zu erweitern, um fortgeschrittene Technologien für die Herbizid-Forschung zu nutzen und Lösungen gegen Unkrautresistenzen zu entwickeln.

Richard Clark Ja, genau dazu traten kürzlich neun Chemie-Postdoktoranden aus Australien und zwei aus Neuseeland ihre Zweijahresverträge im Herbizid-Forschungszentrum von Bayer in Frankfurt an. Dort werden sie an Forschungsprojekten auf den Gebieten Chemie, Biochemie und Biologie arbeiten. Ich bin überzeugt, dass die jungen Wissenschaftler einen intensiven Austausch mit ihren Labor- Kollegen von Bayer pflegen werden. Dadurch können beide Seiten von der jeweiligen Kompetenz und dem Fachwissen im Umgang mit Herbizid-Resistenzen profitieren.

Liam Condon Wir glauben auch, dass junge Vordenker gebraucht werden, um nach ganzheitlichen landwirtschaftlichen Lösungen zu suchen, die den wachsenden weltweiten Bedarf an gesunden und nahrhaften Nahrungsmitteln sicherstellen. Für junge Akademiker am Anfang ihrer Laufbahn ist ein Forschungsaufenthalt im Ausland die ideale Gelegenheit, ihren Horizont zu erweitern und sowohl beruflich als auch persönlich zu wachsen. Auch das Jeff-Schell-Stipendium von Bayer unterstützt junge Wissenschaftler, die international forschen möchten. Ein weiteres Beispiel ist der Youth-Ag-Summit, eine regelmäßige Austauschmöglichkeit für junge Menschen, die sich mit Landwirtschaft befassen. Dabei können die Teilnehmer Probleme diskutieren, Lösungen in kleinem wie in großem Maßstab entwickeln, und vom gegenseitigen Ideenaustausch lernen. Wir sind stolz darauf, gemeinsam ein nachhaltiges globales Netzwerk zu schaffen, das junge Vordenker und starke Partner in der Landwirtschaft vereint.

Liam Condon

Die Herbicide Innovation Partnership mit der GRDC und australischen Universitäten ist ein hervorragendes Beispiel für ein weltweites Netzwerk.

Liam Condon, Leiter der Division Crop Science von Bayer

Richard Clark Um wirksame Lösungen zu finden, brauchen wir eine umfassende Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Unternehmen und Privatwirtschaft, gemeinsam mit Vertretern aus Gesellschaft und Politik. Junge Menschen mit Leidenschaft und ansteckenden Ideen können mit ihrem Potential unsere Gemeinschaft und die Branche dabei unterstützen, eine nachhaltige Entwicklung zu beschleunigen.

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