Für sichere und hochwertige Nahrung
Für sichere und hochwertige Nahrung

Ein Jahrzehnt
gesunder
Partnerschaften
Ein Jahrzehnt
gesunder
Partnerschaften

SIESA Food Chain Manager Edgar Garcia (links) und sein Kollege Samuel Sanic (rechts) inspizieren das Wachstum und die Qualität des angebauten Gemüses auf einer SIESA-Farm in Guatemala.
SIESA Food Chain Manager Edgar Garcia (links) und sein Kollege Samuel Sanic (rechts) inspizieren das Wachstum und die Qualität des angebauten Gemüses auf einer SIESA-Farm in Guatemala.
Food Chain Partnership, eine Initiative von Bayer, feiert ihr zehnjähriges Bestehen. Sie ist zu einem starken Symbol für die Zusammenarbeit innerhalb der Wertschöpfungskette geworden – und für gemeinsame Ziele: nachhaltige Landwirtschaft, sichere Lebensmittel und sichere Ernährung.

Lebensmittel einzukaufen war noch nie so kompliziert: Ein durchschnittlicher westlicher Supermarkt bietet heutzutage im Laufe des Jahres 400 bis 500 verschiedene frische Obst- und Gemüsesorten an. Kein Wunder also, dass die richtige Wahl zuweilen schwer fällt. Zudem machen sich Kunden vermehrt Gedanken über Herkunft und Qualität der angebotenen Waren. Der Anspruch „aus nachhaltiger Erzeugung“ wird zum Qualitätssiegel. Sichere Lebensmittel bleiben für Verbraucher ein äußerst wichtiges Thema. Und häufig verknüpfen die Kunden in ihrer Wahrnehmung diese Sicherheit vor allem mit Pflanzenschutzmittel-Rückständen. „Unsere Nahrung war noch nie so sicher. Doch die Verbraucher sorgen sich häufig mehr über Rückstände von Pflanzenschutzmitteln als über Salmonellen und Schimmelpilze in der Nahrung, die eine wesentlich größere und direktere Bedrohung darstellen“, erklärt Silke Friebe, Leiterin des Food Chain Management bei Bayer. „Unser Ziel ist es, die Gesellschaft zu informieren, Vertrauen zu schaffen und Ängste zu entkräften, indem wir die positiven Ergebnisse kommunizieren, die wir gemeinsam mit unseren Partnern erreicht haben“, fährt Friebe fort.

Ein globaler Erfolg

Dass Verbraucher der Lebensmittelproduktion mehr Beachtung schenken, ist nichts Neues: Einen Höhepunkt erreichte die Besorgnis der Öffentlichkeit hinsichtlich sicherer Lebensmittel und Pflanzenschutzmittel-Rückstände im Jahr 2005. Daraufhin reagierte der Einzelhandel mit verstärktem Interesse für die Produktionssysteme seiner Lieferanten. Das gab den Anstoß für das Konzept ,Food Chain Partnership‘ von Bayer, einen ganzheitlichen Ansatz, um integrierte Lösungen für Nutzpflanzen mit sämtlichen Partnern der Wertschöpfungskette zu verwirklichen: Erzeuger, Exporteure, Importeure, Verarbeitungsbetriebe und Einzelhändler. In dieser Zeit begannen die Bayer-Experten, eng mit den Beteiligten zusammenzuarbeiten und vor allem beratend in Sachen landwirtschaftlicher Praxis und Verbesserungen im Pflanzenschutz zur Seite zu stehen.

„Denkt man über die globale Nahrungsmittelkette nach, muss man alle am Produktionsprozess beteiligten Menschen und ihre täglichen Anforderungen in Betracht ziehen“, sagt Silke Friebe. „Was vor zehn Jahren als gezielte Reaktion auf die besorgte Öffentlichkeit hinsichtlich der Rückstände begann, hat sich zu etwas weit Größerem entwickelt. Das Programm ist weltweit erfolgreich und umfasst mehr als 70 Food Chain Manager, Partnerschaften in 40 verschiedenen Ländern und 50 unterschiedlichen Nutzpflanzen“, so Friebe.

Silke Friebe, Leiterin Food Chain Management bei Bayer

Partnerschaften und nachhaltige Landwirtschaft sind ein Weg kontinuierlicher Verbesserungen.

Silke Friebe, Leiterin Food Chain Management bei Bayer
70

Food Chain Manager von Bayer arbeiten in 40 verschiedenen Ländern und mit 50 Nutzpflanzenarten (hauptsächlich Obst und Gemüse) an der Umsetzung des Food Chain Partnership-Konzepts.

Gemüse aus Guatemala

Edgar Garcia, Produktionsleiter bei SIESA
Edgar Garcia, Produktionsleiter bei SIESA
Edgar Garcia, Produktionsleiter bei SIESA

Eine dieser Erfolgsgeschichten ist das Food Chain Partnership-Projekt mit der SIESA Group in Guatemala.„Wir sind einer der wichtigsten Gemüseexporteure Großbritanniens und der USA und haben Verträge mit 17 zertifizierten Erzeugergruppen. Zusätzlich pflegen wir Beziehungen zu 1.200 Kleinbauern“, sagt Edgar Garcia, Produktionsleiter bei SIESA. „Wir wollen mit unserem Unternehmen den Verbrauch von hochwertigen Gemüsesorten in unseren Exportmärkten steigern.“ Zu den von SIESA angebauten Gemüsesorten im Hochland von Guatemala gehören Zuckererbsen, handgeschälte Erbsen, Feuerbohnen, grüne Bohnen, Zuckerschoten, Ackerbohnen und Broccoli. Diese Gemüsesorten werden hauptsächlich nach Großbritannien und in die USA exportiert, wo die Verbraucher hochwertige Erzeugnisse nachfragen, die nachhaltig, sicher und rückverfolgbar angebaut werden.

Wir wollen mit unserem Unternehmen den Verbrauch von hochwertigen Gemüsesorten in unseren Exportmärkten steigern.

Edgar Garcia

„Viele Einzelhändler verlangen von ihren Zulieferern zudem sozial- und umweltverträgliche Produktionsmethoden“, erläutert Silke Friebe. Dies führte 2008 zu einer Food Chain Partnership-Initiative zwischen der SIESA Group und Bayer. „Weil sich die Exportmärkte von Guatemala vergrößerten und immer ausgereifter wurden, stieg auch die Nachfrage nach hochwertigen und sicheren Waren“, sagt Garcia. Um diesen Marktanforderungen gerecht zu werden, wollten die guatemaltekischen Landwirte und Exporteure die neuesten Technologien nutzen, um Pflanzenschutzmittel anzuwenden und nachhaltige Produktionsmethoden einzuführen. Die Ergebnisse sind beeindruckend: Die exportfähigen Waren ließen sich um 20 Prozent steigern. Gleichzeitig konnte die Anzahl der Pflanzenschutzmittel-Anwendungen um rund zehn Prozent gesenkt werden. Und es gab weniger Verunreinigungen durch leere Produktbehälter. „Alle Projektpartner haben eindeutig profitiert“, erklärt Garcia. Die Gemüseerzeuger produzieren mehr exportfähige Waren und erzielen höhere Preise. Und SIESA schützt seine Marktanteile durch den Export sicherer Produkte. Zudem können die Einzelhändler bei ihren heimischen Kunden mit Qualität und Sicherheit werben. Doch es gibt noch einen weiteren, unbezahlbaren Vorteil. „Das Projekt hat dazu beigetragen, die wirtschaftliche Entwicklung der ländlichen Gebiete Guatemalas zu fördern. Die Haushaltseinkommen verbesserten sich, sodass Familien ihre Kinder zur Schule schicken konnten. Zudem wurden infrastrukturelle Maßnahmen und Dienstleistungen bereitgestellt. Das schafft Arbeitsplätze und beugt der Landflucht vor“, fügt Friebe hinzu.

Indische Tafeltrauben

Ben Horsburgh, Leiter der Qualitätssicherung bei UNIVEG
Ben Horsburgh, Leiter der Qualitätssicherung bei UNIVEG
Ben Horsburgh, Leiter der Qualitätssicherung bei UNIVEG

Ein ähnliches Food Chain Partnership-Projekt wurde auch in Maharashtra, Indien, umgesetzt. Der Bundesstaat ist das Zentrum der indischen Tafeltraubenproduktion und verantwortlich für 80 Prozent der landesweiten Exporte. Doch vor allem der Handel mit Europa war immer eine Herausforderung. Der Grund: die immer strengeren Anforderungen der europäischen Supermärkte. Der Nachweis von Chlormequat-Rückständen im Jahr 2010 verringerte das Exportpotenzial der indischen Tafeltrauben weiter – und ließ das gesamte Exportvolumen nach Europa erheblich sinken. Daher startete Bayer eine Zusammenarbeit mit der UNIVEG-Gruppe, einem weltweiten Anbieter von Frischobst, um die nachhaltige Produktion hochwertiger indischer Trauben zu fördern.

Dank des Einsatzes aller Beteiligten haben wir die Qualität und Produktivität der Traubenherstellung erheblich gesteigert.

Ben Horsburgh

Zuerst galt es, bei allen Akteuren Vertrauen aufzubauen: „Es war sehr wichtig, die Erzeuger von dem gesamten Ansatz und der Initiative selbst zu überzeugen“, erinnert sich Ben Horsburgh, Leiter der Qualitätssicherung bei UNIVEG. Anschließend entwickelte Bayer ein Pflanzenschutzprogramm für Tafeltrauben. Besonders wichtig war es, kritische Erfolgsfaktoren zu berücksichtigen: die Rückstandshöchstwerte in der EU, die Nutzung zugelassener Produkte, Empfehlungen des indischen National Research Centre for Grapes (NRCG) und Wartezeiten nach der Ernte, aber ebenso vergangene Erfahrungen der Anbauer und historische Labordaten der Rückstandsanalysen. Bayer unterstützte die Traubenanbauer zudem bei der guten landwirtschaftlichen Praxis und dem Krankheits- und Schädlingsmanagement durch die gemeinsame Nutzung von Wetterdaten.

Ein Zuckerwürfel

Mit modernen chemischen Analyseverfahren lassen sich selbst geringste Spuren von Rückständen bestimmen. Diese Mengen sind so klein, dass sie sich der Mensch nur sehr schwer vorstellen kann. Publikationen zu diesen Rückständen nutzen das leider häufig aus. Tatsächlich stellen diese Spuren, solange sie unterhalb des zulässigen Höchstwerts liegen, kein Risiko für Mensch oder Tier dar.

Nachhaltigkeitsradar

Um sicherzustellen, dass sich die Erzeugnisse bis zum Anbauort zurückverfolgen lassen, wurden in einem Testlauf von Bayer sämtliche Spritzbehandlungen der Landwirte über eine elektronische Plattform erfasst. Während der Erntezeit berieten und schulten UNIVEG-Experten die Landwirte und Exporteure in Erntefragen, der Klassifizierung und Verpackung der Trauben, um die Anforderungen der verschiedenen Supermärkte einzuhalten. „Dank des Einsatzes aller Beteiligten haben wir die Qualität und Produktivität der Traubenherstellung erheblich gesteigert“, betont Horsburgh. So konnten die Landwirte ihre durchschnittlichen Exporterträge um 15 bis 20 Prozent steigern. Die Gesamtkosten für den Pflanzenschutz ließen sich um zehn bis 15 Prozent Prozent senken, weil die Anzahl der Spritzbehandlungen verbessert wurde. „Kurz gesagt: Dank dieser Food Chain Partnership-Initiative werden hochwertige Tafeltrauben erzeugt, die UNIVEG gemäß den Anforderungen der europäischen Supermärkte liefern kann“, fasst Friebe zusammen.

In anderen, fortschrittlicheren Regionen der Welt hat die Food Chain Partnership-Initiative zur Entwicklung eines neuen Instruments geführt: des Bayer-Sustainability-Radars. Damit lässt sich der bereits erreichte Fortschritt in Sachen Nachhaltigkeit beim Erzeuger messen. So können die Food-Chain-Partner erkennen, wo sie ihre Anbaumethoden verbessert haben. Er hilft ihnen zu verfolgen, ob ihr Unternehmen auf dem richtigen Weg zu einem noch erfolgreicheren, nachhaltigen Farmbetrieb ist.

Für John Said, einen Gemüseerzeuger in der Nähe von Melbourne in Australien, ist der Sustainability-Radar auch eine Art Bildungssystem: „Je mehr Menschen wir schulen, desto besser und nachhaltiger werden wir. Und der bisher erreichte Fortschritt ist dank der Unterstützung des Food Chain Partnership-Teams tatsächlich überwältigend.“

Im Fall von John Said umfasst das Partnership-Projekt den Anbau von Blumenkohl, Brokkoli und verschiedenen Salatsorten. „Wir betreiben seit 40 Jahren Gemüseanbau und bauen 16 verschiedene Sorten in drei australischen Bundesstaaten an“, sagt er stolz. Saids Landwirtschaftsunternehmen Fresh Select bewirtschaftet 3.000 Hektar Land „mit großartiger Unterstützung durch Bayer“, sagt Said. „Mit der Gründung unseres Food Chain Partnership-Projekts im Jahr 2012 erkannten wir den Vorteil einer Partnerschaft. Bayer bot nicht einfach nur Produkte an, sondern vermittelte auch Wissen über alle Schritte, die für einen erfolgreichen, nachhaltigen Betrieb nötig sind.“ Dank der Partnerschaft erhält Fresh Select heute maßgeschneiderte, integrierte Lösungen, die auf effektivem chemischen und biologischen Pflanzenschutz basieren. Zudem profitiert Fresh Select vom ergänzenden Service in den Bereichen Umweltschutz, Effizienz und Sicherheit. Für Said ist besonders wichtig: „Bei Food Chain Partnership geht es nicht nur um hohe Qualität und geringe Rückstände. Das nachhaltige Management natürlicher Ressourcen wie Boden und Wasser ist ein ebenso wichtiger Aspekt“, erklärt Friebe. Beide Ressourcen sind in Australien begrenzt. Das bedeutet für John Said und sein Team oftmals eine extreme Herausforderung: „Ohne Boden kein Anbau“, sagt er. Das Food Chain Partnership-Team unterstützt Fresh Select mit einem Programm zur Bodengesundheit. Zusätzlich nutzen sie Anbaualternativen und Fruchtfolgen, um Boden zurückzugewinnen. John Said sorgt sich vor allem um das Wassermanagement: „Wir kennen die Herausforderungen, die das wenig verfügbare Wasser hier in Australien mit sich bringt. Heute achten wir viel mehr auf unsere Wasserspiegel und verwenden bessere Systeme. Beispielsweise nutzen wir Bewässerungstechnologien, die über Nacht laufen können, sodass wir Verluste über Tag verringern.“

John Said, Gemüseerzeuger in der Nähe von Melbourne in Australien

Je mehr Menschen wir schulen, desto besser und nachhaltiger werden wir.

John Said, CEO of Fresh Select, Melbourne

Spanisches Zitrusgewächs

Ähnliche Gedanken gehen Gregorio Aznar durch den Kopf. Sein landwirtschaftlicher Familienbetrieb, Antas Export, liegt im Herzen Andalusiens in Spanien. „Es ist ein Paradies für Zitrusfrüchte: Wir haben unendlich viele Sonnenstunden und ein weites Land“, so Aznar. „Aber wir kämpfen mit der Wasserknappheit.“ Wie bei Fresh Select in Australien konzentriert sich auch die Food Chain Partnership mit Antas Export darauf, die Ressourcen effizient zu nutzen. Das umfasst eine bessere Bewässerungstechnologie kombiniert mit maßgeschneiderten integrierten Lösungen – beispielsweise angepassten chemischen und biologischen Pflanzenschutzprodukten und weiteren ergänzenden Dienstleistungen. Antas Export ist seit 2014 Partner von Bayer. Die Zitronen, Orangen und Clementinen des andalusischen Unternehmens werden in Länder wie Deutschland und Italien exportiert. „Wir sind ein kleines Unternehmen, doch wir leisten eine ganze Menge“, sagt Gregorio Aznar stolz. Und er fügt hinzu: „Bayer hilft uns, nachhaltige Praktiken einzuführen und hochwertige Lebensmittel zu erzeugen.“

„Dies sind nur ein paar Beispiele“, merkt Silke Friebe an. Heute gibt es Food Chain Partnership-Projekte für jede Region der Welt und für viele verschiedene Nutzpflanzen. „Bei Obst und Gemüse sind wir bereits gut etabliert“, sagt Friebe. „Inzwischen kommt unser Ansatz auch bei Pflanzen wie Reis, Getreide, Mais, Zuckerrohr und Ölsaaten in Schwung.“ Aus einem kleinen Team ist inzwischen ein Netz aus globalen, regionalen und lokalen Food Chain Managers geworden. Friebe ist sich sicher, dass diese Erfolgsgeschichte erst der Anfang ist: „Partnerschaften und nachhaltige Landwirtschaft sind keine einfachen Ziele, die man erreicht und abschließt. Es ist vielmehr ein Weg kontinuierlicher Verbesserungen.“

Interview mit Andrea Granier von Unilever

Andrea Granier
Andrea Granier
Andrea Granier ist Global Procurement Sustainability Manager bei Unilever. Den größten Teil seiner beruflichen Laufbahn war er in der integrierten Lieferkette von Agrarerzeugnissen und der Lebensmittelindustrie tätig. Granier ist an Unilevers Initiativen zur nachhaltigen Landwirtschaft von Beginn an beteiligt.

Wie hat sich die Verbrauchernachfrage in den vergangenen Jahren verändert und was bedeutet dies für Unternehmen wie Unilever und andere Partner in der Lebensmittelkette?
Verbraucher fordern qualitativ hochwertige und zweckmäßige Produkte. Darüber hinaus gibt es auch weitere Kriterien wie Transparenz – zum Beispiel verbunden mit den Fragen, woher die Produkte stammen oder wie Agrarerzeugnisse angebaut werden. Wir müssen also eine auf Nachhaltigkeit beruhende Sichtweise erarbeiten. Bei Unilever ist unser Beschaffungsteam dafür zuständig, die nachhaltige Entwicklung, insbesondere mit Blick auf Einkauf und Landwirtschaft, voranzutreiben.

Wie sichern Sie die Qualität innerhalb Ihres Produktportfolios?
Uns stehen verschiedene Möglichkeiten und Systeme innerhalb unserer Lieferkette zur Verfügung, um Qualität sicherzustellen. Zum Beispiel beziehen wir in mehr als 200 Produktionsstätten Rohstoffe aus der Landwirtschaft. Unilever hat sich dazu verpflichtet, bis 2020 die gesamten landwirtschaftlichen Erzeugnisse aus nachhaltigen Quellen zu beziehen. Dazu brauchen wir den vollständigen Einblick in unsere Lieferkette. Darüber hinaus müssen auch unsere Zulieferer die Kriterien unseres Kodex für nachhaltige Landwirtschaft und unsere Richtlinien zur Einhaltung der Menschen- und Arbeitsrechte erfüllen. Diese Vorgaben sind im ,Unilever Supplier Qualification System‘ festgehalten.

Vor welchen Herausforderungen stehen Sie in Bezug auf Frischware wie Obst und Gemüse?
Rückverfolgbarkeit ist hier die entscheidende Herausforderung, da Lieferketten komplex und viele Beteiligte involviert sind. Eine weitere Herausforderung besteht darin, unsere Lieferkette so weit wie möglich zu straffen und den direkten Kontakt zu Landwirten herzustellen. Dies ist Voraussetzung dafür, dass wir unsere nachhaltige Beschaffungsstrategie einführen können. Weitere Herausforderungen beziehen sich auf die angebauten Kulturpflanzen und Standorte und decken beispielsweise die Wassernutzung in sehr trockenen Ländern oder effektives Schädlingsmanagement unter schwierigen Klimabedingungen ab.

Wie würden Sie den Erfolg von Bayers Food Chain Partnership zusammenfassen?

Das Programm ist vorteilhaft, um nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken auf Farmebene einzuführen. Vor allem dann, wenn es schwierig oder gar unmöglich ist, mit Landwirten direkt in Kontakt zu kommen. Die Ausweitung dieser Partnerschaft auf einen größeren industriellen Rahmen würde der gesamten Lebensmittel- und Getränkebranche helfen, nachhaltige Landwirtschaft schneller einzuführen und Nachhaltigkeit zu einem Qualitätsmerkmal zu machen.

Die Ausweitung dieser Partnerschaft auf einen größeren industriellen Rahmen würde der gesamten Lebensmittel- und Getränkebranche helfen, nachhaltige Landwirtschaft schneller einzuführen und Nachhaltigkeit zu einem Qualitätsmerkmal zu machen.

Andrea Granier
Aktuelle Bewertungen (1)
Kommentar
Von Sonnenblumen und Bohnenfeldern