Problemlösungen für kleinbäuerliche Reisfarmer

Das weiße Gold
aus Vietnam

Solutions for Smallholder Rice Farmers
Solutions for Smallholder Rice Farmers
Die Reisbauern Vietnams kämpfen mit schwierigen Bedingungen: Schädlinge, Krankheiten und extreme Wetterereignisse bedrohen ihre Felder. Trotzdem finden die Farmer Wege, diese ernste Lage zu meistern: Mit einem ganzheitlichen Ansatz.

In Vietnams südwestlichem Mekong-Delta kann Farmer Phan Van Giang normalerweise durch sein Reisfeld waten. Aus dunklem, fruchtbarem, etwa bis zu 50 Zentimeter tiefem Wasser ragen grüne Pflanzen. Sie münden in fedrige, beige Blüten, genannt Rispen, die die Reiskörner enthalten.

Heute allerdings bietet sich ein anderes Bild: Van Giang steht im Schlamm einer 1,4 Hektar großen Reisplantage. Es ist seine jüngste Anschaffung, eine Nachbarfarm, für die er jahrelang gespart hat. Das Feld ist kahl, nur einige blasse Halme ragen aus dem weichen Boden, die Luft schmeckt salzig. Mehr blieb vom Reisfeld des Vorbesitzers nicht übrig. Doch Van Giang schaut über sein neues Feld, als würde er es bereits in voller Blüte sehen. Trotz der schwierigen Voraussetzungen strahlt er Zuversicht aus.

Im Jahr 2016 erlebte Vietnam die schlimmste Dürreperiode aller Zeiten. Schon im Jahr zuvor erlitt Van Giang mit seinem Hauptbetrieb im Vergleich zu 2014 Verluste von bis zu 30 Prozent. Dennoch sagt er: „Andere Bauern haben ihre gesamte Ernte verloren. Im Vergleich dazu haben wir noch Glück gehabt.” Insgesamt wird Vietnams Reisproduktion 2016 nur um 1,5 Prozent geringer ausfallen. Vietnamesische Reisbauern arbeiten gemeinsam mit Wissenschaftlern und Landwirtschaftsexperten an neuen Strategien, um ihre Ertragsziele besser zu erreichen.

Landwirte im Mekong-Delta benötigen robuste, ertragreiche Reissorten, die selbst in salzhaltigem Wasser gedeihen.

Landwirt Phan Van Giang lebt im südlichen Mekong-Delta
191kg

Der durchschnittliche Reiskonsum pro Kopf ist in Vietnam fast
40-mal höher als in der EU.
Quelle: 2015 OECD-FAO Outlook – Rice Consumption

Die Herausforderungen

Das Wetter folgte in der jüngsten Vergangenheit einem allzu typischen Schema. Allein 2015 erlebte Vietnam vier wetterbedingte Katastrophen: Hitze, Dürre, Versalzung und Überschwemmung. Jedes Desaster führte zu Ernteproblemen. Stärkere Trockenheit wird bereits seit den 1980er Jahren registriert, das Jahr 2016 jedoch brachte einen Dürre-Rekord. Wenn das Regenwasser fehlt, tritt die zweite Katastrophe ein: In den Küstenregionen überspült Meerwasser die Reisfelder und versalzt die Flächen. Unterdessen erlebten einige Teile des Landes Überschwemmungen – oder sämtliche vier Wetterkatastrophen im gleichen Jahr. Pflanzen, die bereits durch extremes Wetter geschwächt sind, werden anfällig für Schädlingsangriffe und bakterielle Krankheiten.

Für die auch ,Reis-Schüssel‘ genannte Region der zwölf Provinzen in Vietnams Mekong-Delta ist das eine prekäre Situation, da bis zu 80 Prozent der Bevölkerung an der Reisproduktion beteiligt ist. Auch in Vietnams Norden wird Reis angebaut. Die Feldfrucht, die hier ,weißes Gold‘ genannt wird, nimmt generell einen wichtigen Platz in der vietnamesischen Kultur ein. Pro Kopf konsumieren die Vietnamesen etwa 191 Kilogramm Reis im Jahr – fast 40-mal so viel wie etwa die Europäer verzehren. Reis ist zudem ein Grundnahrungsmittel für 50 Prozent der Weltbevölkerung. Dem International Rice Research Institute (IRRI) zufolge werden die Landwirte ihre Reisernten in der nächsten Dekade um jährlich 80 Millionen Tonnen steigern müssen, um die wachsende Weltbevölkerung ernähren zu können. Dieses Problem wird angesichts der wachsenden Herausforderungen und Ernteverluste noch größer.

Bedarf an Saatgut

Anfang des Jahres 2016 sank der Wasserpegel im Mekong-Delta auf den niedrigsten Stand seit hundert Jahren. Doch Bauer Phan Van Giang hat Hybrid-Reissaaten benutzt, die entwickelt wurden, auch Dürren, Versalzung und anderen extremen Bedingungen besser standzuhalten. Dieses Saatgut hat zu Van Giangs moderaten Erfolgen der vergangenen Jahre beigetragen. Und er hat festgestellt, dass er dafür nur 18 bis 20 Kilogramm Hybridsaat pro Hektar benötigt. Auf einer Fläche dieser Größe säen Landwirte normalerweise etwa 140 Kilogramm von konventionellem Saatgut.

Amit Trikha, Leiter des Bereichs Saatgut von Bayer in der Region Asien-Pazifik (APAC) erklärt: „Qualitäts-Hybride haben eine Keimrate von 90 Prozent oder mehr. Sie besitzen die Qualitäten, die sie für die Kultivierung in einer bestimmten Region brauchen.“ Zwar sei Hybridsaat in der Anschaffung teurer, erläutert Trikha, „doch jedes Saatkorn birgt durch die intensive Bestockung am Stängelgrund großes Potential: Möglich sind bis zu 14 Seitentriebe, auch Tiller genannt, pro Pflanze. Diese Leistungsfähigkeit der Hybridsaat macht die höheren Anfangskosten mehr als wett.“

Was ist Hybridreis?


Hybride werden durch die Kreuzung von zwei unterschiedlichen Elternlinien erzeugt. Hierbei wird eine Linie sterilisiert, um die Selbstbestäubung zu verhindern. Die daraus resultierenden, rein weiblichen Pflanzen erhalten Pollen nur noch von Pflanzen in der direkten Umgebung, die aus der zweiten Elternlinie stammen. So wird das Erbgut der beiden Linien kombiniert und die weiblichen Pflanzen produzieren das Hybridsaatgut. Die gezielte Auswahl der beiden Elternlinien ermöglicht die Produktion von Hybriden, die spezielle, vorteilhafte Eigenschaften haben: zum Beispiel ein hohes Ertragspotential. Geeignete Elternlinien zu finden ist kosten- und zeitintensiv.

Hybridsorten entstehen durch Kreuz-Bestäubung zwischen zwei reinrassigen Pflanzenlinien; eine davon ist männlich-steril

Trikha erklärt, dass man die Vitalität einer Reissorte – und die qualitativen Vorzüge des Hybrids – anhand von drei Schlüsselelementen beurteilen kann: Bestockung, Wurzel und Rispe (Tiller-Root-Panicle/TRP). Die Bestockung bezieht sich auf die Zahl der Seitentriebe einer Pflanze; diese liegt bei Hybridsaaten um 20 Prozent höher als bei herkömmlichen Sorten. Die Wurzelqualität – die Fähigkeit der Pflanze, Wasser und Nährstoffe aufzunehmen – ist bei Hybriden ebenfalls höher. Schließlich deutet die Fähigkeit der Pflanze zur Blütenbildung auf ihre Robustheit hin. Hybride haben konstant mehr Blüten, bzw. Rispen, die sich zu gesunden Reiskörnern entwickeln. „Auf Farmen im Norden und Süden Vietnams bringen Hybridsorten schon jetzt um bis zu 25 Prozent höhere Erträge“, sagt Trikha. Bei den hohen Durchschnittserträgen, die Landwirte im Mekong-Delta derzeit erzielen, bedeutet ein 20-prozentiger Erntezuwachs eine deutliche Verbesserung ihres Verdienstes.

Trikhas Einschätzung der Zukunft ist jedoch zurückhaltend: „Viele Bauern glauben beispielsweise, dass Bodenversalzung ein Problem sei, das ihnen nie passieren könnte. Doch 250.000 Hektar Land sind in Vietnam schon jetzt nicht mehr für den Reisanbau geeignet.“ Deshalb arbeitet sein Saatgut-Entwicklungsteam an einer Reissorte mit hoher abiotischer und biotischer Stresstoleranz. „Und wir sind fast am Ziel, einen versalzungstoleranten Hybriden gefunden zu haben“, fügt er hinzu.

Qualitäts-Hybride haben eine Keimrate von 90 Prozent oder mehr. Sie wurden gezielt für die Anforderungen in bestimmten Regionen entwickelt.

Amit Trikha, Leiter Saatgut bei Bayer für die Region Asien-Pazifik
Die nordvietnamesische Reisbäuerin Do Thi Tuyen füttert ihre Enten. Sie ist froh, in den vergangenen Jahren nicht ihre komplette Reisernte verloren zu haben.

Das Jahr 1985 hat die nordvietnamesische Bäuerin Do Thi Tuyen noch lebhaft in Erinnerung. Als junge Frau wurde sie damals auf dem Familienbetrieb in Ninh Binh Zeugin, wie ihre gesamte Ernte durch Überschwemmungen zerstört wurde. Seitdem musste sie oft chaotische Ernten überstehen.

Frische Lösungen

Im Jahr 2015 erlebte Tuyen Kälte zur Aussaat, eine Dürreperiode während des Umpflanzens und heftige Regenfälle in der Blütezeit. Nordvietnams Anbauregion – ein schmaler Landstrich, nah am Meer und an den Bergen – wird häufig von extremem Wetter heimgesucht. Doch die vergangenen Jahre waren selbst für erprobte Landwirte nervenaufreibend. Heftige, von Stürmen begleitete Regenfälle, verletzten die Reispflanzen und machten sie anfällig für die Weißblättrigkeit (Bacterial Leaf Blight/BLB), eine Bakterienkrankheit, die stark infizierte Setzlinge und Pflanzen welken lässt. Um diese Krankheit zu bekämpfen, führte Bayer kürzlich den BLB-resistenten Reishybriden Arize Tej Vang ein. Bisherige Rückmeldungen vietnamesischer Farmer sind sehr ermutigend. Gut möglich, dass die neue Hybrid-Reissorte zukünftig eine wichtige Rolle dabei spielen kann, die Produktivität von Reispflanzen zu verbessern und eine nachhaltige Versorgung mit diesem wichtigen Grundnahrungsmittel in Vietnam zu sichern.

Extreme Wetterbedingungen

Haben die Reisfarmer in Südasien in der ersten Hälfte des Jahres 2016 gerade erst das Wetterphänomen El Niño überstanden, kommt auf sie laut Prognose im Winter eine La-Niña-Phase zu. Während das Ereignis El Niño, gemäß des US Climate Prediction Center in College Park, Maryland, zu Trockenheit führt, zieht La Niña oftmals heftige Regenfälle nach sich. El Niño und La Niña zeigen sich alle zwei bis drei Jahre. Sie beeinflussen die Temperaturen in großen Teilen der Welt.

Quelle: the U.S. Climate Prediction Center, College Park, Maryland; Bloomberg

Experten der Bayer-Initiative ,Much More Rice‘ (MMR) bieten in den Regionen überdies Schulungen an, die den Reisbauern helfen sollen, ihre Produktivität und Erträge zu steigern. MMR ist ein ganzheitliches Programm zur Produktion von Reis, das Hybridsaatgut und Pflanzenschutzmittel gleichermaßen einbezieht und durch Beratungs- und Schulungs-Leistungen ergänzt wird. Es ist darauf ausgerichtet, Erträge, Qualität und Gewinne zu optimieren und einen nachhaltigen Reisanbau zu fördern.

Im exportorientierten Mekong-Delta werden vermehrt Hybridsaaten verwendet. In dieser Gegend bevorzugen die intensiv wirtschaftenden Reisbauern Hybride mit kürzeren Reifezyklen, die in hundert oder weniger Tagen erntereif sind und ihnen drei Ernten im Jahr ermöglichen. In den Brackwasserregionen des Mekong-Deltas betreiben inzwischen viele Landwirte wie Phan Van Giang abwechselnd Reisanbau und Garnelenzucht. Dank der guten Bodenqualität sind chemische Düngemittel normalerweise nicht nötig. Zugleich passt der Hybridreis Arize B-TE1 von Bayer sehr gut zur Garnelenzucht. Die Studie einer unabhängigen örtlichen Universität zeigte, dass die gesunden Wurzelsysteme von Arize B-TE1 einen positiven Einfluss auf sauberes Wasser für die Garnelenzucht haben und so ein gesundes und ausgewogenes Ökosystem für Shrimps schaffen. Diese ausgeglichenen Ökosysteme sind notwendig, um größere und qualitativ hochwertigere Garnelenerträge zu erzielen.

rice shrimp
rice shrimp
In den Brackwasserregionen des Mekong-Deltas betreiben Landwirte wie Phan Van Giang abwechselnd Reisanbau und Garnelenzucht. Nachdem er die Reusen repariert hat, in denen er die Garnelen züchtet, bringt er sie zurück auf sein Reis- und Shrimpsfeld.

In Nordvietnam, wo Landwirte wie Tuyen die örtlichen Gemeinden ernähren, haben viele Bauern noch nicht von Hybridreissorten gehört. Dürre und Versalzung sind dort allerdings ein kleineres Problem als im Süden, doch weniger fruchtbare Böden erlauben dort nur zwei Ernten pro Jahr.

An die Zukunft denken

Einfache Lösungen – etwa jungen Reis mit Plastikmatten zu bedecken – helfen Tuyen, ihre Pflanzen kostengünstig zu schützen. Zudem fühlt sich die Landwirtin durch ihre MMR-Schulung sicherer beim Anbau ihres Reises: „Es geht dabei um Anbaumethoden, das Erkennen von Schädlingen und die sichere Anwendung von Pflanzenschutzmitteln.” Insgesamt berichten die Teilnehmer des Programms von durchschnittlich zehn Prozent höheren Erträgen, während ihre Kosten für Düngemittel, Saatgut und Pflanzenschutz sinken. Dadurch verzeichnen die teilnehmenden Landwirte um 20 Prozent höhere Gewinne – ein Wachstum, das ihnen erlaubt, ihren Beruf weiter auszuüben.

In der anstehenden Sommersaison wird Tuyen eine Reihe konkreter Vorhaben in die Tat umsetzen. Sie will sich darauf konzentrieren, die Versalzung der Anbaufläche zu kontrollieren, und ein auf den aktuellen Schädlingsbefall abgestimmtes Pflanzenschutzprogramm nutzen. Darüber hinaus plant sie die Anbausaison vorzuverlegen, um die Auswirkungen der Hitze zu mindern.

Die Top 10 Reisexporteure 2015

Die asiatischen Länder machen wertmäßig mehr als zwei Drittel des weltweiten Reisexports aus. Die Statistik wird angeführt von Indien und Thailand, die zusammengenommen etwa die Hälfte der Reisexporte tätigen.

Auf lokaler Ebene sind Produkte wie Hybridsaatgut und professionelle Unterstützung hilfreich. Der Saatgut-Manager Amit Trikha von Bayer und Mitglieder der ,Better Rice Initiative Asia‘ (BRIA) setzen sich intensiv für einen Veränderungsprozess ein. Um die Produktivität zu steigern, ermutigen sie Landwirte, sich zu Kooperativen zusammenzuschließen und so bis zu 20 Hektar große Betriebe zu bilden. „Das erleichtert die Technisierung und ermöglicht es, ein größeres Stück Land wirtschaftlich zu bearbeiten“, sagt Trikha.

Im Mekong-Delta wächst das Interesse, landwirtschaftliche Betriebe so professionell wie möglich zu organisieren. Doch auch Nordvietnam, wo die Betriebe bisher weniger geschäftsorientiert sind, könnte von der Idee profitieren, glaubt Trikha: „Landwirtschaftliche Genossenschaften sind in Bezug auf Arbeitseinsatz und Ertrag profitabler. Zugleich gewinnt man Land für andere Kulturpflanzen.“

Den Reisbauern sind die neuen Methoden willkommen. Ihre grundsätzlichen Bedürfnisse bleiben einfach: Do Thi Tuyen in Nordvietnam hofft auf besseres Wetter für den Anbau und möchte außerdem weiter dazulernen. „Ich habe nur einen Wunsch“, sagt Phan Van Giang in Südvietnam. „Ich möchte immer gesunde Pflanzen und gute Ernten haben. Dann werden wir niemals müde, selbst wenn wir hart arbeiten müssen.“

Künftigen Problemen vorbeugen

In den Jahren 2007-08 produzierten Landwirte in Ländern wie Vietnam derart begrenzte Reisvorräte, dass ihre Exporte ernsthaft gefährdet waren. Die Reispreise stiegen dramatisch, globale Turbulenzen waren die Folge. Martin Märkl, Sustainable Development Manager bei Bayer, erinnert sich an diese Krise als einen Weckruf für Politiker und Weltorganisationen. Im Jahr 2013 gründete das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gemeinsam mit dem privaten Wirtschaftssektor und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) die ,Better Rice Initiative Asia‘ (BRIA). Bayer ist eines der BRIA-Gründungsmitglieder.

Was sind die wichtigsten Ziele der BRIA?

In enger Zusammenarbeit mit den Landwirtschaftsministerien in Südostasien analysiert die BRIA die nationalen Reis- Wertschöpfungsketten sowie deren größten Probleme und Herausforderungen. Dabei fördert die BRIA Innovationen, um zum Beispiel den Arbeitskräftemangel zu verringern oder die Wassereffizienz zu erhöhen. Gemeinsam mit den Kleinbauern wird daran gearbeitet, die Lebensgrundlagen zu verbessern.

Kritiker der BRIA heben hervor, dass Technisierung sowie Saatgut und Pflanzenschutz-Innovationen kleinbäuerliche Betriebe von international tätigen Firmen abhängig machen und sie durch hohe Vorabinvestitionen mit großen finanziellen Risiken belasten würden.

Die BRIA rückt den Reisbauern in den Mittelpunkt und bietet dem reisproduzierenden Markt eine ganzheitliche Vision. Die Landwirtschaft muss profitabel werden, um den Lebensunterhalt der Bauern im Hinblick auf gegenwärtige und zukünftige Anbaubedingungen zu verbessern. Den Reisanbau in Vietnam weiter zu betreiben wie bisher ist keine Option. Der gesamte Sektor muss eine Transformation durchlaufen, die große Auswirkungen auf den ländlichen Raum in Vietnam haben wird.

Was bedeutet diese Transformation des Reismarkts?

Farmen müssen betriebsübergreifend verwaltet werden. Zugang zu Schulungen, moderner Arbeitskräfteeinsatz und Mechanisierung erfordern koordinierte Vorgehensweisen. Der einzelne Kleinbauer hat derzeit keine Stimme, weshalb landwirtschaftliche Kooperativen gebildet werden müssen. Das ist auch notwendig, um Zugang zu Finanzdienstleistungen zu gewähren. Eine bessere Infrastruktur, unterstützt von lokalen und nationalen Regierungen, ist ebenfalls Ziel von BRIAs Interessenvertretung. Insgesamt wollen wir mit ganzheitlichen Ansätzen den Lebensunterhalt und die Produktivität der Landwirte in Vietnam und Südostasien verbessern.

Martin Märkl, Sustainable Development Manager bei Bayer spricht über die Better Rice Initiative Asia’ (BRIA).
Martin Märkl, Sustainable Development Manager bei Bayer spricht über die Better Rice Initiative Asia’ (BRIA).
Martin Märkl, Sustainable Development Manager bei Bayer

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