Neue Melonensorten decken steigenden Bedarf

Zuckerkugeln für
den Weltmarkt

Neue Melonen werden im Feld unter Plastikfolien angebaut.
Neue Melonen werden im Feld unter Plastikfolien angebaut.
Ob grün oder gelb, klein oder groß – Melonen sind fruchtig und erfrischend. Partnerschaften und ein erweitertes Saatgutsortiment sorgen auch in Zukunft für noch mehr Vielfalt bei den Beeren-Früchten.

Paco González steht in der spanischen Sonne und beißt genüsslich in eine reife Honigmelone. Das weiche Fruchtfleisch schmeckt süß und aromatisch. Schon beim Blick auf die netzartige gelbe Schale weiß der Bayer-Experte, dass die Melone ihren idealen Reifegrad erreicht hat. Denn: Solange die Frucht unreif ist, ist die Schale grün. „Wenn sie in der vollen Reife steht, färbt sich die Rinde innerhalb von ein bis zwei Tagen leuchtend gelb“, erklärt González, Marketingleiter für Gemüsesaatgut bei Bayer.

In vielen Ländern wird die Melonenernte noch in Handarbeit erledigt.
In vielen Ländern wird die Melonenernte noch in Handarbeit erledigt.
In vielen Ländern wird die Melonenernte noch in Handarbeit erledigt.

Die Wundermelone heißt „Kirene“ und ist eine spezielle Züchtung der Galiamelone – einer runden, aromatischen Honigmelone in der Größe etwa eines Handballs. Und alleine durch die Färbung ihrer Rinde sagt Kirene dem Konsumenten, ob er eine reife Frucht in den Händen hält oder nicht. „Sie ist länger haltbar als andere Galiamelonen“, erklärt González. Aber Kirene ist nicht der einzige Renner unter den entwickelten Melonensorten. Die Saatgutspezialisten haben auch kernlose Wassermelonen im Angebot, denn auch diese werden von Kunden auf der ganzen Welt nachgefragt: „In Spanien und Korea konnten wir beispielsweise die ersten kernlosen Wassermelonen einführen“, erzählt González. Auch die neuen Sorten in mittlerer und kleiner Größe kommen beim Verbraucher gut an. Die kleinste Wassermelone von Bayer hat die Größe eines Apfels – und passt damit fast in jede Hosentasche. „Der Markt ist dynamisch, deshalb müssen wir ständig neue Melonensorten entwickeln“, sagt der spanische Bayer-Manager. Seine Forscherkollegen arbeiten daran, die Früchte gegen Pflanzenkrankheiten besser zu schützen. Zusätzlich wollen sie auch die Haltbarkeit der Frucht erhöhen. Eine weitere Herausforderung: Die Melonen müssen immer ansprechend aussehen, gut riechen und süß schmecken.

Paco González, Marketingleiter Gemüsesaatgut, Bayer

Der Markt ist dynamisch, deshalb müssen wir ständig neue Melonensorten entwickeln.

Paco González, Marketingleiter Gemüsesaatgut, Bayer
Bevor neue Melonen im Feld unter Plastikfolien angebaut werden, prüfen Forscher wie Jan Bergs in Klimakammern die Vitalität der Pflanzen.


Anforderungen der Wertschöpfungskette im Blick

Luiz Barcelos, Geschäftsführer Agricola Famosa
Luiz Barcelos, Geschäftsführer Agricola Famosa
Luiz Barcelos, Geschäftsführer Agricola Famosa

Für die erfolgreiche Einführung neuer Gemüsesorten bedarf es nicht nur besonderer Produktideen, sondern auch eine genaue Kenntnis der Anforderungen und Bedürfnisse aller Marktteilnehmer. Die Experten von Bayer knüpfen daher enge Verbindungen zu Anbauern, Beratern, Verarbeitern, Lebensmittelgroßhändlern, Importeuren, Exporteuren und Einzelhändlern und sorgen so für ein besseres Verständnis der Anforderungen von Verbrauchern und Industrie. Denn: „Die Ansprüche der Verbraucher hinsichtlich der Qualität von Obst und Gemüse sind weltweit gestiegen. Sie wollen wissen, wo und wie es angebaut wurde“, erklärt González. Dies war die Basisidee eines Programms, von dem Verbraucher, Zwischenhändler, Lebensmittelgroßhändler und Landwirte auf der ganzen Welt profitieren: „Wir haben Food Chain Partnerschaften ins Leben gerufen, um für jedes Glied in der Lebensmittelkette Vorteile zu schaffen“, so González. Darüber hinaus unterstützt Bayer die Obst- und Gemüseerzeuger auch bei der internationalen Vermarktung ihrer Produkte.

Durch die gleichbleibende Qualität unserer Melonen haben wir unser Ansehen als Top-Melonenproduzent gesteigert.

Luiz Barcelos, Geschäftsführer Agricola Famosa
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verschiedene Melonen- und Wassermelonensorten sind weltweit erhältlich.

Das Ergebnis sind erfolgreiche Food Chain Partnerschaften, wie beispielsweise das Melonenprojekt mit Agricola Famosa – dem größten Obstproduzenten und -exporteur Brasiliens. Auf rund 6.000 Hektar produziert das Unternehmen im heißen Nordosten des Landes – dem brasilianischen Hauptanbaugebiet für Melonen – die süßen Durstlöscher das ganze Jahr über. Die sonnengereiften Früchte sind vor allem in Europa beliebt. Dort sind die Anforderungen an Qualität und Sicherheit aber sehr hoch. Beispielsweise müssen die maximal erlaubten Rückstandswerte von Pflanzenschutzprodukten unbedingt eingehalten werden. „Um den hohen Ansprüchen des europäischen Marktes gerecht zu werden, haben wir uns an das Melonenteam von Bayer gewandt“, erzählt Luiz Barcelos, Geschäftsführer von Agricola Famosa.

Melonensorten

Als typische Honigmelone gilt die „Gelbe Kanarische“ mit ihrer leuchtend gelben Schale und ihrer ovalen Form – sie zählt zur Gruppe der Wintermelonen. Die Sorte „Galia“ dagegen hat eine Schale mit netzartiger Struktur – sie gehört deshalb zur Gruppe der Netzmelonen. Die Charentais-Melone gehört zur dritten Gruppe – die Cantaloupe-Melonen. Ihre Schale hat grüne Streifen und das Fruchtfleisch ist tief-orange.
Bei Wassermelonen gibt es dagegen „nur“ circa 150 Sorten. Wichtige Sorten der Citrullus lanatus sind die langgezogene „Charleston Grey“, die getigerte „Crimson Sweet“ und die runde, dunkelgrüne „Sugar Baby“.

Vorteile für den Verbraucher

Die Bayer-Experten waren sofort zur Stelle und unterstützten das brasilianische Agrarunternehmen dabei, den Pflanzenschutz auf den Feldern zu verbessern. „Als erstes haben wir auf den Feldern Proben genommen, um die aktuellen Rückstandswerte auf den Melonenpflanzen zu analysieren“, erklärt Gemüseexperte Kligio Solon von Bayer in Brasilien. Die Proben wurden dann von einem externen Labor untersucht und die Rückstandswerte durch effiziente Lösungen schrittweise reduziert. „Das Problem ist, dass ohne wirksamen Pflanzenschutz die Melonenernte gefährdet ist. Schädlinge wie die Miniermotte und die Weißfliege können erhebliche Verluste verursachen“, erklärt Solon.

Mehrere Produkte von Bayer halten den Schädlingsbefall unter Kontrolle. „Und wir trainieren die Feldarbeiter darin, die Produkte richtig und sicher anzuwenden“, sagt Solon. Beispielsweise sollen die Mittel im Wechsel angewandt werden, um Resistenzen vorzubeugen. Auch die richtigen Anbaumethoden sind entscheidend für den Ernteerfolg. „Seit dem Beginn unserer Partnerschaft mit Bayer CropScience im Jahr 2008 haben die Melonen die Erwartungen der europäischen Konsumenten erfüllt“, sagt Barcelos. Die geernteten Melonen haben nun einheitlichere Formen und Farben, entsprechen den strengen EU-Richtlinien und überzeugen auch im Geschmack. „Durch die gleichbleibende Qualität unserer Melonen haben wir nicht nur unser eigenes Ansehen als weltweiter Top-Melonenproduzent gesteigert, sondern auch das des ganzen Landes“, erklärt Barcelos. Und auch die Konsumenten profitieren von der engen Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette: Die Früchte sind voller Vitamine und Mineralstoffe, sicher im Verzehr und besonders schmackhaft. Eine gesunde Ernährung, die köstliche Früchte einschließt, erhöht letztlich auch die Lebensqualität.

Gemüsesaatgutexperten wie Kligio Solon von Bayer in Brasilien unterstützen Landwirte in aller Welt, ihre Anbausysteme zu verbessern.

Wir trainieren die Feldarbeiter darin, die Produkte richtig und sicher anzuwenden.

Gemüsesaatgutexperte Kligio Solon von Bayer in Brasilien
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Von Sonnenblumen und Bohnenfeldern