Partnerschaften für eine nachhaltige Landwirtschaft

Zusammenspiel
von Produktivität
und Umwelt

Zusammenspiel von Produktivität und Umwelt
Zusammenspiel von Produktivität und Umwelt
Der belgische Landwirtschaftsbetrieb „Hof ten Bosch“ hat innovative ­Anbau­lösungen und Maßnahmen zur Wahrung der Produktverantwortung eingeführt – sie haben positive Effekte auf die Umwelt und sind gleichzeitig wirtschaftlich sinnvoll.
Die Brüder Jan und Josse Peeters (von links) profitieren von einer breiten Palette innovativer Lösungen, mit deren Hilfe sie die Herausforderungen der nachhaltigen Landwirtschaft meistern können.

Landwirte aus ganz Europa schauen mit großem Interesse auf den kleinen belgischen Betrieb Hof ten Bosch in der Nähe von Brüssel. „Auf unserem Hof möchten wir einen offenen Dialog darüber führen, welchen Beitrag wir heute und in Zukunft für eine nachhaltige und produktive Landwirtschaft leisten können“, erklärt Jan Peeters, der den Betrieb gemeinsam mit seinem Bruder Josse leitet. Auf dem 140 Hektar großen Hof ten Bosch werden seit 1980 neben Kartoffeln für die Chips-Herstellung auch Weizen, Mais und Zuckerrüben angebaut. Auf mehr als drei Hektar wachsen außerdem Äpfel und Birnen, die hauptsächlich vor Ort verkauft werden. Vor kurzem entschieden die Brüder Peeters, sich dem von Bayer ins Leben gerufenen ForwardFarming-Programm anzuschließen.

„Die Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität und der Schutz der Artenvielfalt müssen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen“, sagt Josse Peeters. In Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Betrieben wie Hof ten Bosch entwickelt Bayer kundennahe Lösungen, um Ernten zu sichern, Erträge zu steigern und Qualität zu gewährleisten. Nachhaltigkeit ist ein fester Bestandteil des Programms. „Dank unserer innovativen Lösungen können wir den wirtschaftlichen Erfolg mit der Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft verbinden“, freut sich Dirk Baets, Nachhaltigkeitsmanager bei Bayer in Belgien.

Portrait Josse Peeters

Die Steigerung der Produktivität und der Schutz der Artenvielfalt müssen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen.

Josse Peeters, Landwirt Hof ten Bosch, Belgien
Der Hof ten Bosch in Belgien.

Den Boden schonen

Die Bayer-ForwardFarm Hof ten Bosch zeigt eine breite Vielfalt an nachhaltigen Lösungen. „Eine der größten Herausforderungen für Landwirte ist, die Fruchtbarkeit des Bodens zu erhalten und die Erosion zu minimieren“, erklärt Josse Peeters. Fruchtbare Böden mit einem guten Wasserspeichervermögen sind eine Grundvoraussetzung für ertragreiche Ernten. „Bei Hof ten Bosch bewahren wir die Bodenfruchtbarkeit durch eine vierjährige Fruchtfolge aus Kartoffeln, Weizen, Zuckerrübe und noch einmal Weizen“, fügt er hinzu. Raps dient als Gründünger, um den Wurzelbereich dauerhaft mit mehr Nährstoffen zu versorgen und den Boden während des Winters gegen Erosion zu schützen. Das Risiko der Bodenerosion wird aber auch mit Landmaschinen verringert, die beim Pflanzen und Furchen die Bildung sogenannter „Mikrodämme“ begünstigen. Das Gerät formt nach dem Pflanzen kleine Querdämme in den Erdfurchen. Seit die Gebrüder Peeters dieses Verfahren anwenden, hat sich die Wasserrückhaltekapazität des Bodens erhöht. Und die Erosion ist im Vergleich zu nicht derart behandelten Feldern um 94 Prozent gesunken. Zusätzlich hat der Betrieb seinen Ertrag um etwa drei Tonnen pro Hektar gesteigert – das entspricht einem Wachstum von acht Prozent. „Angesichts dieses Erfolgs haben wir entschieden, das Mikrodammsystem für unsere gesamte Kartoffelanbaufläche einzusetzen“, berichtet Josse Peeters.

Nachhaltige Maßnahmen helfen, die Artenvielfalt zu erhöhen und die Auswirkungen des Betriebs auf die Umwelt zu verringern: Hecken dienen nicht nur als Windschutz für Obstkulturen, sondern verhindern auch, dass Pflanzenschutzmittel abdriften. Blühstreifen bieten von Januar bis Oktober durchgehend Blumen und Pollen, wovon nützliche Insekten und Bestäuber profitieren. Jan und Josse Peeters haben Nistmöglichkeiten eingerichtet: pflegeleichte Nistkästen für kleine Vögel, die sich von Fraßraupen ernähren – aber auch Nistplätze für größere Raubvögel wie Falken, Bussarde oder Eulen, die sich von Ratten und Mäusen ernähren, die die Obstbäume schädigen können.

Der Produktverantwortung verpflichtet

„Auch der verantwortungsvolle und korrekte Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist ein wichtiges Element der Bayer-Initiative ForwardFarming – für den Schutz der Gesundheit der Landwirte, der Verbraucher und der Umwelt“, erklärt Dirk Baets. Um sicherzustellen, dass nur zertifiziertes, hochwertiges Saatgut und registrierte Pflanzenschutzmittel verwendet werden und korrekte Schutzkleidung bei dessen Anwendung getragen wird, setzen die Bayer-Experten auf ebenso strenge wie innovative Regeln wie den „Dresscode“ und Phytobac™. „Der Vorteil ist, dass wir auf einem echten Hof arbeiten und unsere Lösungen daher unter realen Bedingungen prüfen können“, sagt Dirk Baets, der viele Rückmeldungen von den Landwirten erhält. „Wir bekommen Reaktionen und sehen so, was möglich ist und was nicht. Unsere integrierten Lösungen werden also gleich in der Praxis getestet.“

Portrait Dirk Baets

Auch der verantwortungsvolle und korrekte Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist ein wichtiges Element der Bayer-Initiative ForwardFarming – für den Schutz der Gesundheit der Landwirte, der Verbraucher und der Umwelt.

Dirk Baets, Nachhaltigkeitsmanager bei Bayer in Belgien

Wissensplattform

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Wissensplattform

Bayer ForwardFarming ist eine globale Wissensplattform für nachhaltige landwirtschaftliche Praxis, die den Dialog mit der Gesellschaft weiter anregen soll. Die teilnehmenden Betriebe sind Treffpunkte für Landwirte, Wissenschaftler und Experten von Hochschulen, Technologiepartner und andere Beteiligte der Wertschöpfungskette – ebenso für Politiker, Vertreter von Zulassungsbehörden und Verbraucher. Das Ziel ist, landwirtschaftliches Know-how auszutauschen, Partnerschaften zu schließen und die gesellschaftliche Bedeutung der Landwirtschaft herauszustellen. Mehr Information unter www.forwardfarming.com.

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