Warum geprüftes Saatgut den Nachbau übertrifft

Von der Wahl des
passenden Saatguts

Warum geprüftes Saatgut den Nachbau übertrifft - Von der Wahl des passenden Saatguts
Warum geprüftes Saatgut den Nachbau übertrifft - Von der Wahl des passenden Saatguts
Zur Erntezeit richtet sich die Aufmerksamkeit des Landwirtes bereits auf die kommende Saison. Mit am wichtigsten ist für ihn zu entscheiden, welches Saatgut er anbaut. Er weiß: Sein Erntejahr beginnt mit der Aussaat. Doch für welches Saatgut soll er sich entscheiden – Nachbau, der aus seiner eigenen Ernte stammt, oder zertifiziertes Saatgut, das er kaufen muss? Diese Frage ist enorm wichtig, denn sie entscheidet über seine gesamte Ernte im darauf folgenden Jahr.

Die Kosten von geprüftem, sogenanntem zertifiziertem Saatgut im Einkauf können viele Landwirte abschrecken. Saatgut aus eigenem Anbau ist dagegen üblicherweise viel günstiger als zugekauftes Saatgut von externen Anbietern. Bedenkt ein Landwirt daher vor allem die Kosten pro Anbaufläche, dann ist die Entscheidung leicht gefällt. Manche Landwirte sagen sich auch: „Wir haben immer Nachbau verwendet.“ Warum sollten sie also in etwas Neues investieren? Doch Erzeuger, die ein wenig länger darüber nachdenken, erkennen, dass nicht allein der Preisunterschied ausschlaggebend ist. Auch Nachbau erfordert einen gewissen Aufwand, um Saatgut der Vorjahresernte für die Aussaat aufzubereiten: etwa eine angemessene Qualitätsprüfung, Säuberung und auch Behandlung. Unter diesen Gesichtspunkten ist die Kostenersparnis nicht mehr ganz so überzeugend. Tatsächlich unterscheidet sich zertifiziertes Saatgut deutlich von nachgebautem und weist unübertroffene Vorzüge auf.

Landwirte, die zertifiziertes Saatgut verwenden, nennen als wichtigste Vorteile die Qualität und Stabilität ihrer Ernte. Seit Jahrzehnten investieren Saatgutproduzenten wie Bayer in die Verbesserung des Saatguts durch moderne Züchtungsmethoden und Technologien, die die Merkmale einer Pflanze optimieren. Bei diesen Merkmalen handelt es sich um genetische Eigenschaften, die Nutzpflanzen helfen, ihr vollständiges Wachstumspotential zu erreichen, in unterschiedlichen Umgebungen zu gedeihen, sich gegen Insekten, Nematoden und Krankheiten zu schützen – und all dem zu widerstehen, was die Natur ihnen entgegenstellen mag. Durch Forschung und Entwicklung, die Unternehmen in Saatgutherstellung und züchterische Neuerungen investieren, erhöht geprüftes Saatgut die Qualität und Quantität des Ertrags und verbessert Merkmale wie Schädlingsresistenz und Trockenheitstoleranz der Pflanzen. Die genetische Reinheit und gesicherte Qualität geprüfter Saaten verringert die Gefahr durch nachteilige Klimabedingungen, Schädlinge oder Krankheiten, die die Ernte des nächsten Jahres beeinträchtigen können.

Bayers Weizenzucht-Zentren

Für Getreideerzeuger in Nordamerika ist Ardent Mills ein wichtiger Kunde. Dieser produziert ein großes Angebot an Mehl, Mischungen und Spezialprodukten. Glen Weaver, Leiter der Forschungsabteilung bei Ardent Mills und einer der erfahrensten US-amerikanischen Müller, ist ebenfalls sehr an Getreide aus geprüftem Saatgut interessiert: „Die wichtigsten Kriterien, auf die wir bei der Auswahl von zu mahlendem Korn achten, sind Qualität und Konsistenz“, sagt er. Aus Getreide mit diesen Eigenschaften kann Ardent Mills hochwertigeres Mehl produzieren und pro Tonne Getreide einen höheren Ertrag an Mehl erzielen. Indem sie zertifiziertes Saatgut – mit den gewünschten Eigenschaften – verwenden, erzielen Landwirte eine bessere Einstufung ihrer Getreideernte und höhere Verkaufspreise. Dank seines branchenweit umfangreichsten Sortiments an Mehl, Mischungen und Spezialprodukten ist Ardent Mills ein wichtiger Handelspartner für nordamerikanische Getreideerzeuger.

Weizenähren in Tüten – zertifiziertes Saatgut steht für Reinheit und Qualität.

Vorteile des zertifizierten Saatguts

Zertifiziertes Saatgut ist reines Saatgut. Es wird unter strengen Produktionsbedingungen aufgezogen und weiterverarbeitet, um das Risiko der Beimischung von Unkraut oder anderen unerwünschten Pflanzen zu minimieren. Zertifiziertes Saatgut bietet dem Landwirt außerdem Nutzpflanzen in Reinkultur. Strenge Qualitätsmanagement-Systeme gewährleisten diese Reinheit und sorgen dafür, dass der Landwirt die gewünschte Sorte erhält. Ein weiterer Vorteil des Qualitätsmanagements ist die Herkunftskontrolle. Der Stellenwert von Nahrungsmittelsicherheit und Herkunftsüberwachung in der Landwirtschaft wächst zunehmend. Erzeuger, die geprüftes Saatgut verwenden, können sich dessen Herkunft sicher sein.

Die Fortschritte in der Saatgut-Technologie, auf denen geprüftes Saatgut basiert, tragen auch entscheidend zur Aufgabe bei, die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren. Diese Technologie hat die Produktivität erhöht und ermöglicht es Landwirten weltweit, mehr Nahrung und Futter auf dem verfügbaren Ackerland anzubauen. Da immer mehr landwirtschaftlich genutzte Flächen der Verstädterung zum Opfer fallen, ist es für den Menschen überlebenswichtig, die Hektarerträge zu maximieren. Die Herausforderung, die Ernährung der Weltbevölkerung sicher zu stellen, ist einer der Gründe, warum Bayer in Hybridsaaten investiert.

Hybridsaaten für gesündere Pflanzen

Hybrid-Technologie erhöht die Leistungsfähigkeit einer Pflanze – bekannt als Heterosis-Effekt. Von diesen Vorteilen profitieren Landwirte aber nur, wenn sie Hybridsaaten anbauen. Nachbau zeigt dagegen keinen Heterosis-Effekt. Bayers Forschung im Bereich Hybridsaaten zielt vor allem darauf ab, Stabilität, Qualität und Quantität der Ernte zu erhöhen. Dazu verleihen die Züchter Nutzpflanzen mehrere spezifische Merkmale etwa für Krankheitsresistenz und Dürretoleranz. „Wir möchten die Differenz zwischen guten und schlechten Erntejahren verringern und damit Landwirten ein besser planbares und entspannteres Leben ermöglichen“, sagt Gustavo Gonzalez, Globaler Getreidemarketing Manager bei Bayer. „Durch unsere Erfahrung in der Analyse von Genomen, kennen wir die weitreichenden genetischen Möglichkeiten, Ernteerträge zu steigern.“ Abgesehen von der Ertragssteigerung kann Bayer Hybridsaaten hervorragend an örtliche Besonderheiten anpassen: Bei der Zucht neuer Saatgut-Sorten gehen die Experten gezielt auf den jeweiligen lokalen Bedarf ein, beispielsweise auf spezielle Klimabedingungen oder auf eine bestimmte Krankheitsresistenz.

Damit Landwirte weiterhin die Möglichkeit haben, das für sie bestmögliche Saatgut auszuwählen, investiert Bayer jährlich fast 400 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung an 53 Zuchtstationen ebenso wie in 11 Hauptforschungszentren in 23 verschiedenen Ländern. Diese Einrichtungen belegen, wie wichtig dem Unternehmen geprüftes Saatgut und insbesondere Hybridsaaten sind, die das größte Zukunftspotential für erhöhte und gleichmäßigere Erträge und verbesserte Qualität bieten.

Dank dieser Forschung werden Landwirte noch mehr gute Gründe haben, geprüftes Saatgut zu kaufen anstatt Nachbau zu betreiben. Das Argument „wir haben es schon immer so gemacht“ wird immer weniger Landwirte überzeugen.

Gustavo Gonzalez, Global Cereals Marketing Manager

Wir möchten den Abstand zwischen guten und schlechten Erntejahren verringern und damit Landwirten ein besser planbares und entspannteres Leben ermöglichen.

Gustavo Gonzales, Global Cereals Marketing Manager

Hybrid-Sorten in der Praxis

Wussten Sie schon, dass…?
Raps, Mais und Süßmais, Cantaloupe-Melone, kernlose Wassermelone, „Burpless”- Gurken, Tomaten, Sonnenblumen und viele verschiedene Obstbaumsorten durch Hybridisierung erzeugt wurden.

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